Bundesregierung zur Ankündigung direkter Friedensgespräche

22.08.2010

Bundesminister Westerwelle: Ankündigung direkter Verhandlungen wichtiges Signal für den Friedensprozess

Zum angekündigten Beginn direkter Friedensgespräche zwischen der israelischen Regierung und der Palästinensischen Behörde erklärte Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle am 20.08.:

"Das ist ein wichtiges Signal für den Friedensprozess, das neue Hoffnung auf rasche Fortschritte hin zu einer Zwei-Staaten-Lösung gibt. Die Bundesregierung hat mit ihren Partnern im Rahmen des
Nahost-Quartetts intensiv darauf hingearbeitet, dass aus den indirekten Friedensgesprächen direkte Friedensgespräche werden können.

Es ist nun an den Parteien, mit Weitsicht und Mut Lösungen für alle offenen Kernfragen zu suchen. Ich appelliere an beide Seiten, diese Chance zu nutzen und ein Umfeld für die Verhandlungen zu schaffen,
das den Aufbau von Vertrauen ermöglicht.

Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir alles in unserer Kraft stehende tun, diesen Prozess zu unterstützen."

Bundeskanzlerin fordert Kompromissbereitschaft bei Friedensgesprächen in Nahost

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert die Israelis und Palästinenser auf, die am 2.September beginnenden
Direktverhandlungen über ein Ende des Nahostkonfliktes in aller Ernsthaftigkeit zu führen und innerhalb des gesetzten Rahmens von einem Jahr zu beenden.


Mögliche Lösungen für die entscheidenden, offenen Fragen seien schon in früheren Verhandlungen erarbeitet worden. Es gelte jetzt, den politischen Willen aufzubringen und die notwendige
Kompromissbereitschaft zu zeigen. Die Menschen im Nahen Osten wollten endlich einen Friedensschluss, der Auswirkungen auf die Stabilität in der ganzen Region haben würde.


Der amerikanische Verhandlungsführer Senator George Mitchell hatte die Bundeskanzlerin am Freitagabend über die bevorstehende Aufnahme von Direktgesprächen unterrichtet und sich für die begleitenden
Bemühungen der Bundeskanzlerin bedankt. Angela Merkel gratulierte Mitchell zum erzielten Erfolg und bat ihn, seinen unermüdlichen Einsatz für eine Friedensregelung fortzusetzen.

 

 

Quellen: Bundesregierung und Auswärtiges Amt

 

Textredaktion: DZ-Kairo

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