Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Wiederaufbau und Humanitäre Hilfe
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist ein Bereich der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Libanon. Im Folgenden wollen wir Ihnen unsere Schwerpunkte im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie unseren Beitrag zum Wiederaufbau nach dem Konflikt im Sommer 2006 vorstellen.
Deutschland stellt UNHCR 500.000 Euro zur Verfügung für Unterstützung syrischer Flüchtlinge
Die deutsche Regierung hat entschieden, dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR 500.000 Euro für die Unterstützung syrischer Flüchtlinge im Nordlibanon zur Verfügung zu stellen. Damit kommt Deutschland dem Hilfsaufruf des UNHCR nach, das sich darum kümmert, die Flüchtlinge zu registrieren und sie mit nötigen Haushaltsmaterialien zu versorgen, wie z.B. Heizöl, Matratzen und Decken.
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Chargé d'Affaires Michael Bierhoff übergibt Ausrüstung an Common Border Forces Command
Der Chargé d'Affaires der Deutschen Botschaft im Libanon Herr Michael Bierhoff übergab am 14. Dezember 2011 Ausrüstung and den Leiter der libanesischen Common Border Forces (CBF) General Simon Wehbe. Die Geräte sollen am Hauptstandort der CBF in Tripoli und an Grenzübergangsposten im Norden des Libanon zum Einsatz kommen. Weitere Informationen auf Englisch finden Sie hier:
Chargé d'Affaires Michael Bierhoff übergibt Ausrüstung an Common Border Forces Command
Unter dem Titel „Creating Opportunity, Building Capacity“ führt die Nicht-Regierungsorganisation (NRO) „Mercy Corps“ gemeinsam mit verschiedenen libanesischen und palästinensischen NROs in Burj El-Barajneh Fortbildungskurse im kaufmännischen und im IT-Bereich durch. Das deutsche Auswärtige Amt unterstützt dieses Projekt seit 2009 mit knapp 1 Mio. Euro.
Deutsche Unterstützung für Stadtteilarbeit und Weiterbildung in Burj El-Barajneh
Finanzielle und Technische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Libanon
Bis Mitte 2006 stellte Deutschland dem Libanon im bilateralen Rahmen bislang ca. 42,3 Mio. Euro als zinsgünstige Kredite im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) und ca. 23,2 Millionen Euro als Leistungen in Form von Beratungsmaßnahmen bzw. Lieferung von Materialien im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im engeren Sinne zur Verfügung, den erheblichen deutschen Anteil an EU-Maßnahmen nicht eingerechnet. Hinzu kam ein Betrag von ca. 132 Millionen Euro im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit im weiteren Sinne (Projekte über kirchliche Organisationen, NGOs etc.).
In Anbetracht des Konfliktes vom Juli und August 2006 beschloss die Bundesregierung, dem libanesischen Volk zunächst humanitäre Hilfe und anschließend mit einem kurzfristigen Wiederaufbauprogramm zur Seite zu stehen. Mehr hierzu unter "Deutscher Beitrag für den zivilen Wiederaufbau im Libanon" auf dieser Seite.
Es gibt kein bilaterales Rahmenabkommen zwischen Deutschland und dem Libanon im Bereich der Wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung.
Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die deutsch-libanesischen Regierungsabkommen im Bereich wirtschaftlicher Zusammenarbeit seit dem Jahr 2006. Es handelt sich dabei um Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Übersicht über deutsch-libanesische WZ-Regierungsabkommen
Kleinstprojekte der Technischen Zusammenarbeit
Die Botschaft hat daneben ein Budget für Kleinstmaßnahmen in Libanon, welches sich auf ca. 40.000 Euro jährlich beläuft. Die Kleinstmaßnahmen stellen ein effektives Mittel der deutschen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit dar. Sie sollen dazu dienen, lokalen Nichtregierungsorganisationen (NGO) Mittel zur Verfügung zu stellen, um ihr eigenes Potential zu aktivieren und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Botschaft legt besonderen Wert auf sozio-ökonomische Multiplikatoreffekte und die Entwicklung von eigenen Fähigkeiten. Soziale Institutionen, Behörden, Kirchen, Vereinigungen oder andere Nichtregierungsorganisationen können Gelder für ein spezielles Projekt erhalten.
Projektanträge können bei der Wirtschaftsabteilung der Botschaft eingereicht werden.
Merkblatt Kleinstprojekte
Deutscher Beitrag für den zivilen Wiederaufbau im Libanon 2006/2007
In Anbetracht des Konfliktes vom Juli und August 2006 beschloss die Bundesregierung, dem libanesischen Volk zunächst humanitäre Hilfe (siehe hierzu den nächsten Abschnitt) und anschließend mit einem kurzfristigen Wiederaufbauprogramm zur Seite zu stehen.
Bisher wurde Libanon ein Gesamtbetrag von bis zu 122,2 Millionen Euro zugesagt. Schwerpunkte des deutschen Engagements beim Wiederaufbau sind Berufsbildung, Wasser- und Abwasserversorgung und Umwelt. Die Leistungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und anderen Organisationen des Bundes durchgeführt.
Angaben zur Zusammensetzung der oben genannten Mittel sowie weitere Informationen zum deutschen Beitrag zum Wiederaufbau nach dem Konflikt 2006 finden Sie unter folgenden Links:
Deutscher Beitrag für den zivilen Wiederaufbau im Libanon
Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts im Libanon
Schnelle Hilfe für Menschen, die durch Naturkatastrophen, Epidemien, kriegerische Auseinandersetzungen oder innere Unruhen in akute Not geraten sind, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Auswärtigen Amts.
Im Folgenden finden Sie Informationen über die Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts im Libanon (und in der Welt im Jahr 2008).
Senior Experten Service (SES)
Der Senior Experten Service vermittelt ehrenamtlich tätige Experten zur Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften im In- und Ausland. Mit ihrer Arbeit leistet sie Hilfe zu Selbsthilfe. Die Senior Experten sind in erster Linie in Klein- und Mittelunternehmen tätig, aber auch für die Europäische Union, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder den Deutschen Entwicklungsdienst (DED)
Senior Experten Service