Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist ein Bereich der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Libanon. Im Folgenden wollen wir Ihnen unsere Schwerpunkte im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie unseren Beitrag zum Wiederaufbau nach dem Konflikt im Sommer 2006 vorstellen.

Finanzielle und Technische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Libanon

Bis Mitte 2006 stellte Deutschland dem Libanon im bilateralen Rahmen bislang ca. 42,3 Mio. Euro als zinsgünstige Kredite im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) und ca. 23,2 Millionen Euro als Leistungen in Form von Beratungsmaßnahmen bzw. Lieferung von Materialien im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im engeren Sinne zur Verfügung, den erheblichen deutschen Anteil an EU-Maßnahmen nicht eingerechnet. Hinzu kam ein Betrag von ca. 132 Millionen Euro im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit im weiteren Sinne (Projekte über kirchliche Organisationen, NGOs etc.).

In Anbetracht des Konfliktes vom Juli und August 2006 beschloss die Bundesregierung, dem libanesischen Volk zunächst humanitäre Hilfe und anschließend mit einem kurzfristigen Wiederaufbauprogramm zur Seite zu stehen.  Mehr hierzu unter "Deutscher Beitrag für den zivilen Wiederaufbau im Libanon" auf dieser Seite.

Es gibt kein bilaterales Rahmenabkommen zwischen Deutschland und dem Libanon im Bereich der Wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung.

Deutscher Beitrag für den zivilen Wiederaufbau im Libanon 2006/2007

In Anbetracht des Konfliktes vom Juli und August 2006 beschloss die Bundesregierung, dem libanesischen Volk zunächst humanitäre Hilfe (siehe hierzu den nächsten Abschnitt) und anschließend mit einem kurzfristigen Wiederaufbauprogramm zur Seite zu stehen. 

Bisher wurde Libanon ein Gesamtbetrag von bis zu 122,2 Millionen Euro zugesagt. Schwerpunkte des deutschen Engagements beim Wiederaufbau sind Berufsbildung, Wasser- und Abwasserversorgung und Umwelt. Die Leistungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und anderen Organisationen des Bundes durchgeführt. 

Angaben zur Zusammensetzung der oben genannten Mittel sowie weitere Informationen zum deutschen Beitrag zum Wiederaufbau nach dem Konflikt 2006 finden Sie unter folgenden Links:

Übersicht über deutsch-libanesische WZ-Regierungsabkommen seit 2006 (BMZ-Mittel)

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die deutsch-libanesischen Regierungsabkommen im Bereich wirtschaftlicher Zusammenarbeit seit dem Jahr 2006. Es handelt sich dabei um Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Kleinstprojekte der Technischen Zusammenarbeit

Die Botschaft hat daneben ein Budget für Kleinstmaßnahmen in Libanon, welches sich auf ca. 40.000 Euro jährlich beläuft. Die Kleinstmaßnahmen stellen ein effektives Mittel der deutschen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit dar. Sie sollen dazu dienen, lokalen Nichtregierungsorganisationen (NGO) Mittel zur Verfügung zu stellen, um ihr eigenes Potential zu aktivieren und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Botschaft legt besonderen Wert auf sozio-ökonomische Multiplikatoreffekte und die Entwicklung von eigenen Fähigkeiten. Soziale Institutionen, Behörden, Kirchen, Vereinigungen oder andere Nichtregierungsorganisationen können Gelder für ein spezielles Projekt erhalten.

Projektanträge können bei der Wirtschaftsabteilung der Botschaft eingereicht werden.