Bundesregierung unterstützt Minen- und Kampfmittelräumung im Libanon

Die Konvention über Streumunition unterzeichneten in Oslo am 3. Dezember 2008 Vertreter aus 92 Staaten - für die Bundesregierung Außenminister Frank-Walter Steinmeier, und für den Libanon Außenminister Fawzi Salloukh. Es wird damit eine Waffenart verboten, die besonders für die Zivilbevölkerung gefährlich ist. Das Auswärtige Amt unterstützt Projekte, einzelne Länder oder Regionen, "minenfrei" zu machen - zum Beispiel im Libanon. Die Bundesregierung hat sich seit 2006 mit rund 1,9 Mio. Euro an der Kampfmittelräumung im Libanon beteiligt.

Botschafterin Siefker-Eberle bei der "Mines Advisory Group" (MAG)

Die Bundesregierung hat sich bislang mit 1,93 Mio. Euro an der Kampfmittelräumung im Libanon beteiligt. Aktuell unterstützt das Auswärtige Amt mit 350.000 Euro die Finanzierung eines Projekts der britischen Nichtregierungsorganisation "Mines Advisory Group" (MAG). Zieldatum für einen minenfreien Libanon ist das Jahr 2012.

Das geförderte Projekt der MAG ist Teil der von der libanesischen Armee  koordinierten Räumaktivitäten. Diese haben zum Ziel, sowohl die im Krieg 2006 verwendete Streumunition als auch die noch aus der Besatzungszeit stammenden Landminen möglichst vollständig zu beseitigen.

Hilfe bei der Beseitigung von Streumunition nach dem Konflikt 2006

Eine endgültige Bestimmung des Ausmaßes der Kontaminierung ist noch nicht möglich, da die israelischen Streitkräfte bis heute keine Angaben zur Menge der eingesetzten Streumunition machten. Bislang konnten die lib. Streitkräfte und int. Hilfsorganisationen rund 200.000 Sprenkörper nicht detonierter Streubomben - sogenannte Bombletts - räumen.

 

Sämtliche während des Krieges 2006 durch Streumunition kontaminierten Gebiete sollen bis Ende 2009 geräumt und der Bevölkerung wieder zur Nutzung übergeben werden. Bis Ende 2008 wurden etwa 36 km² geräumt, für 2009 verbleiben 12 km².

 

Die geförderten Räumaktivitäten haben einen eindeutig humanitären Charakter. So wurden etwa Privathäuser wieder zugänglich gemacht, deren Einwohner seit dem Krieg 2006 provisorische Bleiben finden mussten. Kinder wurden in den zeitweiligen Unterkünften geboren, die erst jetzt in das Familienheim einziehen können.

Minen aus der israelischen Besatzungszeit

 

Noch vor dem Ausbruch des Konfliktes im Juli/August 2006 soll der Libanon laut United Nations Mine Action Service (UNMAS) durch geschätzte 500.000 Landminen kontaminiert gewesen sein, die während der israelischen Besatzung (1978/82 - 2000) verlegt wurden. Davon konnten in den Jahren 2002 - 2004 im Zuge der Operation "Emirates Solidarity" 60.000 systematisch geräumt werden.

 

Anders als in vielen anderen von Landminen betroffenen Ländern sind im Libanon Lage und Ausdehnung der meisten Minenfelder bekannt und die Opferzahlen verhältnismäßig überschaubar. Momentan sind im Schnitt pro Monat 3 Opfer von Minen und Blindgängern zu beklagen - im Jahr 2008 gab es insgesamt 2 Todesfälle und 40 Verletzte..

Minen aus der israelischen Besatzungszeit

Noch vor dem Ausbruch des Konfliktes im Juli/August 2006 soll der Libanon laut United Nations Mine Action Service (UNMAS) durch geschätzte 500.000 Landminen kontaminiert gewesen sein, die während der israelischen Besatzung (1978/82 - 2000) verlegt wurden. Davon konnten in den Jahren 2002 - 2004 im Zuge der Operation "Emirates Solidarity" 60.000 systematisch geräumt werden.

Anders als in vielen anderen von Landminen betroffenen Ländern sind im Libanon Lage und Ausdehnung der meisten Minenfelder bekannt und die Opferzahlen verhältnismäßig überschaubar. Momentan sind im Schnitt pro Monat 2 Opfer von Minen und Blindgängern zu beklagen - im Jahr 2007 insgesamt 27 Personen.

10 Jahre Verbot von Antipersonenminen

Am 1. März 2009 wurde das Ottawa-Übereinkommen über das Verbot von Antipersonenminen zehn Jahre alt. Am 1. März 1999 trat es in Kraft. Grund genug, die abrüstungspolitische Erfolgsgeschichte diese Abkommens zu würdigen.

Bundesregierung unterstützt Minen- und Kampfmittelräumung im Libanon