Steinmeier wird neuer Bundespräsident

Frank-Walter Steinmeier wird der 12. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Im ersten Wahlgang erhielt er bereits die erforderliche absolute Mehrheit: 931 der 1.260 Delegierten wählten den 61-Jährigen. Bundespräsident Steinmeier Bild vergrößern (© Photothek.net)

Unter Leitung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert hat die Bundesversammlung Frank-Walter Steinmeier zum Nachfolger von Joachim Gauck gewählt. Steinmeiers offizieller Amtsantritt ist am 19. März.

Die Wahl erfülle ihn mit großer Freude und sein "großer Respekt vor diesem Amt bleibt", sagte Steinmeier unmittelbar nach der Verkündung des Wahlergebnisses. Er dankte seinem Vorgänger Gauck, "einem Bundespräsidenten, der diesem Amt und unserem Land gutgetan hat, ein Präsident, der für die Freiheit spricht und der das Glück der Freiheit mit jeder Faser verkörpert. Bundespräsident Steinmeier Bild vergrößern (© Photothek.net)

Deutschland ist Anker der Hoffnung

In stürmischen Zeiten, in denen die Welt aus den Fugen zu geraten scheine, komme es auf den Kitt der Gesellschaft an, so Steinmeier weiter. Er fände es "wunderbar, dass dieses Land für viele in der Welt ein Anker der Hoffnung geworden ist". Deutschland mache anderen Mut, nicht weil alles im Land gut sei, "sondern weil wir gezeigt haben, dass es besser werden kann".

Dabei machte er deutlich: "Wir müssen den Anspruch, Fakt und Lüge zu unterscheiden, an uns selbst stellen." Es gelte, nicht die Realität zu leugnen, sondern sie verbessern zu wollen.

Steinmeier forderte die Menschen auf, Freiheit und Demokratie in einem vereinten Europa mutig zu bewahren: "Dieses Fundament, das wollen, das müssen wir miteinander verteidigen: Es ist nicht unverwundbar, aber ich bin fest davon überzeugt, es ist stark." Bundespräsident Steinmeier Bild vergrößern (© Photothek.net)

Merkel: "Ein guter Tag für die Bundesrepublik Deutschland"

Bundeskanzlerin Angela Merkel freute sich über die Wahl Steinmeiers zum neuen Staatsoberhaupt. "Ich bin überzeugt, er wird ein hervorragender Bundespräsident sein", sagte sie nach der Wahl im Reichstag in Berlin.