Deutschland sagt über 2,3 Milliarden USD für bedürftige Bevölkerungsgruppen in Syrien und den Nachbarländern zu

Außenminister Gabriel bei der Syrien-Konferenz Bild vergrößern (© Photothek)

Deutschland hat sich zu weitreichender politischer und finanzieller Unterstützung für schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen in Syrien sowie für Syrer und Aufnahmegemeinden in den Nachbarländern wie Libanon und Jordanien verpflichtet. Während der Konferenz "Supporting the Future of Syria and the Region” am 4. und 5. April trat Deutschland mit Zusagen von über 2,3 Mrd. USD für die Jahre 2017 bis 2020 als wichtigster Geber hervor. Allein im Jahr 2017 plant die Bundesregierung Ausgaben von 1,39 Mrd. USD.

 

Gemeinsam mit der Europäischen Union, den Vereinten Nationen, Großbritannien, Norwegen, Kuwait und Katar hat sich Deutschland auch einer politischen Lösung der Flüchtlingskrise verschrieben und will auf eine Beendigung der Feindseligkeiten in Syrien hinarbeiten. Deutschland wird auch weiterhin zur konzessioneller Finanzierung beitragen und damit die Realisierung umfangreicher Infrastrukturprojekte im Libanon ermöglichen. Während eines vorangegangenen Treffens in Berlin hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel Premierminister Saad Hariri für die Großzügigkeit Libanons bei der Aufnahme von mehr als 1,5 Millionen syrische und palästinensische Flüchtlingen gedankt. Deutschland verschreibt sich dem Schutz des sozialen Zusammenhalts sowie der politischen und konfessionellen Vielfalt Libanons und versteht die Anwesenheit einer großen Flüchtlingsbevölkerung im Lande als eine Temporäre Situation.

 

Bereits 2016 war Deutschland zweitgrößter Geber im Libanon. Die Bundesregierung stellte 386 Millionen Euro / 431 Millionen USD zu Verfügung, schwerpunktmäßig für die Bereiche Bildung und Berufsbildung, Nahrungsmittelhilfe, Wasserversorgung, Unterstützung der Aufnahmegemeinden und weiterer humanitärer Hilfe.